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7. Einrichtungen und Mittel der Ladungssicherung

Um die Ladung durch Formschluss oder Kraftschluss zu sichern, gibt es verschiedene Einrichtungen und Hilfsmittel. 

Einrichtungen zur Ladungssicherung

Einrichtungen zur Ladungssicherung sind Bauteile, die in der Ladefläche oder dem Fahrzeug angebracht sind. Sie werden zur Anbringung der Zurrmittel oder zur direkten Fixierung der Ladung verwendet. Hierzu gehören Zurrpunkte, Lochschienen, Ankerschienen und Coilmulden.

Zurrpunkte sind Möglichkeiten zur Verankerung und Befestigung von Zurrmittel. Hierzu gehören Ösen, Haken und Zurrschienen. Lochschienen und Ankerschienen sind Metallschienen, in welche die Hilfsmittel eingerastet werden können. Coilmulden sind Vertiefungen in der Ladefläche. Diese Vertiefungen werden zum Beispiel zur Ladung von Papierrollen, Drahtrollen oder Metallrollen verwendet.

Hilfsmittel zur Ladungssicherung

Hilfsmittel sind Zubehörteile, die bei der Sicherung der Ladung verwendet werden. Hierzu gehören die Zurrgurte, Zurrketten, Zurrdrahtseile und sonstige Hilfsmittel.

Zurrgurte

Zurrgurte sind Bänder aus synthetischen Fasern. Sie setzen sich aus dem Spannmittel, dem Spannelement und dem Befestigungselement zusammen. Das Spannmittel ist der eigentliche Gurt. Das Spannelement, beispielsweise eine Ratsche, dient zum Festziehen der Gurte. Das Befestigungselement dient zur Anbringung an der Ladefläche, zum Beispiel durch Haken.

An den Zurrgurten muss ein Etikett angebracht sein, auf dem die zulässige Zurrkraft, die Vorspannkraft und die normale Handkraft zu erkennen sind. Zusätzlich müssen der Hersteller, das Fertigungsdatum, ein Rückverfolgbarkeitscode und ein besonderer Vermerk angebracht sein. Der Vermerk lautet: nicht heben, nur zurren. Die Zurrgurte dürfen also nur zur Befestigung, aber nicht zum Anheben der Ladung genutzt werden.

Zurrgurte dürfen nicht mehr benutzt werden, wenn der Gurt beschädigt oder verformt ist. Außerdem muss das Etikett vorhanden und erkennbar sein.

Zurrketten

Zurrketten sind Stahlketten aus gehärtetem Stahl. Sie haben eine höhere Zurrkraft. Das heißt, sie dürfen stärker belastet werden als Zurrgurte. Daher werden sie bei der Sicherung besonders schwerer Güter eingesetzt. Auch Zurrketten dürfen bei Beschädigung oder Verformung nicht mehr benutzt werden. Außerdem müssen sie einmal im Jahr durch einen Sachkundigen geprüft werden. Auch Zurketten sind nicht zum Anheben der Ladung geeignet.

Zurrdrahtseile

Zurrdrahtseile sind besonders starke Drahtseile zur Ladungssicherung. Sie werden ebenfalls bei schweren Gütern genutzt. Ansonsten gelten für sie auch dieselben Vorgaben wie bei den Zurrketten.

Weitere Hilfsmittel

Sonstige Hilfsmittel sind zusätzliche Mittel, die bei der Ladungssicherung eingesetzt werden.

Kantenschoner sind Winkel aus Metall oder Kunststoff. Sie werden über die Kanten von Ladeeinheiten gelegt, um diese vor der Beanspruchung der Zurrmittel zu schützen. Außerdem sorgen sie für eine gleichmäßige Verteilung der Vorspannkraft.

Netze und Planen verhindern, das leichte Güter von offenen Ladeflächen geweht werden. Manchmal dienen Sie zur zusätzlichen Sicherung schwerer Güter.

Keile und Festlegehölzer werden eingesetzt, um die Ladung formschlüssig zu sichern. Hierzu werden sie auf der Ladefläche angenagelt. Die Ladefläche muss dazu jedoch nagelfähig sein. Das heißt, Nägel müssen tief genug in die Ladefläche geschlagen werden können.

Stausäcke sind Luftpolster, die Lücken in der Ladung ausfüllen. Sie bestehen aus mit Papier umhüllten Plastiksäcken, die mit Druckluft aufgeblasen werden. Stausäcke sind belastbar und besonders leicht. Sie sind aber nicht bei spitzen oder scharfen Ecken von Ladeeinheiten geeignet.

Rutschhemmende Materialien sind Matten, welche die  Reibung zwischen den Ladeeinheiten und der Ladefläche erhöhen. Sie dürfen aber nur zusätzlich zu anderer Ladungssicherung verwendet werden. Alleine bieten sie keine ausreichende Sicherheit.